So fing es an

Im Dezember 2003 beschloß unser Zweckverband (ZkWAL),
die Orte Brenz und Blievenstorf an die Kläranlage in Neustadt-Glewe anzuschließen.


Am 25. März 2004 wollte der Zweckverband die Einwohner über die geplanten Maßnahmen informieren.
Die Mehrheit erklärte sich nicht einverstanden mit den Plänen,
da sie sehr hohe Anschlußkosten auf sich zukommen sah....

Zum 18. Mai wurde eine öffentliche Gemeindevertreterversammlung einberufen. Die ein paar Tage zuvor gegründete "Arbeitsgruppe Abwasser" wurde vorgestellt und interessierte Bürger zur Mitarbeit aufgerufen.

Spontan wurden Unterschriften gesammelt.
Von ca. 77 Anwesenden unterschrieben 68:
"Ich bin dafür, dass Alternativen zu einer zentralen Abwasserentsorgung gesucht werden."

Zum 7. Juni luden wir Herrn Gert Köhler aus Zaatzke ein.
Er beflügelte unsere Fantasie, erklärte uns, was er warum wie machen würde.
Von da an nannten wir uns: Zukunftsinitiative Wasser Blievenstorf.

Wir erfuhren von Avendshausen,
wo seit 1998 dezentral durch gruppenweise erstellte Pflanzenbeete
beste Ablaufergebnisse erzielt und sehr viel Geld gespart wurde.
(22.7.2004)

*

Am 24. Juli 2004 fuhr eine kleine Gruppe Neugieriger nach Avendshausen bei Einbeck.
Für Dienstag, den 27. Juli ist eine Informationsveranstaltung geplant.
Das Thema ist längst nicht nur für die Blievenstorfer interessant.
Auch die umliegenden Dörfer
und sogar die Bürger der Stadt Neustadt-Glewe werden davon profitieren,
wenn hier überhaupt keine Abwasserkanäle in der Erde vergraben würden:
Mindestens 80 % der Investitionskosten,
die ja nachher von allen getragen werden müssen,
sind durch Kanalbau und Pumpwerke verursacht.

*


30. Juli 2004
Die Veranstaltung war gut besucht. 51 Menschen haben sich eingefunden.
Selbst die neugewählte Bürgermeisterin aus Wöbbelin,
das ebenfalls angeschlossen werden soll, war da und hat sich informiert.
Ist doch fein: wir machen die Arbeit und andere realisieren,
was wir mit unserem "Elan" nicht schaffen.
Unser Bürgermeister möchte wohl lieber mit dem Zweckverband ein
großes Pflanzenbeet im Ort.
Das muß nicht die schlechteste Lösung sein.
Teurer als angedacht wird es aber bestimmt.
Einfach, weil keine Eigenleistung möglich ist und wir letztendlich
vom Zweckverband abhängig bleiben.

*


weiteres bei IDA

1. August 2004


*

Die Zweckverbandsversammlung am 6. Dezember war eine echte Überraschung.
Dazu der Artikel in der SVZ (pdf).
Als zweifelnde Stimmen aufkamen, das sei ja noch nicht gegessen,
sagte jemand vom Zweckverband:
Das war jetzt nur die persönliche Aussage des Herrn von der Unteren Wasserbehörde.
Wenn die Gemeinde den ablehnenden Bescheid in der Hand hat, wird sicher Widerspruch eingelegt werden.

So schnell geht das nun alles nicht mehr.
*



10. Januar 2005
der stete Tropfen....

Nachdem am 17. Dezember 2004 in der SVZ zu lesen war, daß unser Umweltminister, Herr Prof. Methling, gar nicht so sehr für den Kanalisationswahnsinn sei,
kommt heute die nächste Überraschung.
Bereits im Dezember gab der Landesrechnungshof seinen Sonderbericht (pdf) zum Thema "Abwasserbeseitigung in Mecklenburg" heraus.
Dazu fand sich nun heute ein Artikel in der SVZ

*


11.01.2005
Das Schreiben der Bürgerinitiative gegen überhöhte Kommunalabgaben im Landkreis Ludwigslust e.V.

*

Wann kann man davon ausgehen,
dass der Anschluß an ein zentrales Klärwerk unwirtschaftlich ist?

Das kann man leicht ausrechnen.

*



Ein Kostenvoranschlag für den Kanalisationsanschluß, einschliesslich Beitrag für Trinkwasser


*


Das Kommunalabgabengesetz
Mecklenburg-Vorpommern


*


ein aktueller Beschluß des Verwaltungsgerichts Schwerin,
der eine Wende bedeutet im bisherigen Umgang
mit dem Anschluß- und Benutzungszwang.

*



Besser spät als nie:
ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung
vom September 2004


*


Der Jahresplan
unseres Zweckverbandes für 2005

*


in Jarmen gehen die Proteste weiter
SVZ vom 16.2.2005

*



Das Leben auf dem Land wird immer teurer.
Wer meinte, hier sei vieles billiger zu bewerkstelligen,
wird sich wundern.
Und wer aus der Stadt hierher kommt und von den Ereignissen vor Ort
nichts mitbekommt, erst recht.
 SVZ 10. Mai 2005

*



Bei umweltrelevanten Entscheidungen sollen die Umweltverbände beteiligt werden.
"Das brauchen wir in M-V nicht, wir haben dafür ja das Umweltministerium".
In Brandenburg haben die Verbände sich zur Kläranlage Fürstenwalde geäußert....
3.6.2005

*




Und es geht immer weiter... hier.

*



Informationen unserer Lokalpresse....
30.06.2005
incl. Leserbrief, der nicht veröffentlicht wurde.

*



Neue Runde in Muchow
17. August 2005


*



Das Verwaltungsgericht Weimar hat entschieden,
 dass Regenwasser zum Wäschewaschen benutzt werden darf.
 Es beruft sich dabei auf das (thüringische) Landeswassergesetz,
nach dem der Grundstückseigentümer Niederschlagswasser verwerten soll
und die Träger der öffentlichen Wasserversorgung
 auf die Verwertung von Niederschlagswasser hinwirken sollen.
Außerdem ziele auch die EU-Trinkwasserrichtlinie nicht darauf ab,
den Wasserverbraucher in der Verwendung von Nicht-Trinkwasser zu reglementieren.
 Nach WHG des Bundes dürfe eine Teilbefreiung vom Benutzungszwang erfolgen.
Das Urteil vom 23. Juli 2005 (ist leider nicht mehr zu finden - wer weiß etwas darüber?)

*



Interessante Ausführungen zum Thema (s.o.!!)
Abwasser und Wiederverwendung, zu finden in den Begründungen,
ebenfalls vom Verwaltungsgericht Weimar.
Man lese zwischen den Zeilen
und ziehe entsprechende Rückschlüsse.

*



Trinkwasser aus Abwasser -
das ist völlig unmöglich?
Von wegen..........

*


In Brandenburg
bemüht sich Herr Paul aus Petershagen
um die Belange der Umwelt.

*



Nach der Neufassung des Kommunalabgabengesetzes M-V und der Satzung des ZkWAL
 fühlt sich dieser nun berechtigt, Herstellungsbeiträge zu erheben für Grundstücke,
die bereits seit den 70er Jahren einen Trinkwasseranschluß haben.
Initiativen in Teterow haben in vielen Gesprächen erreicht,
 dass statt der Beiträge
- die ja nur von den Grundstückseigentümern zu zahlen sind -
die Grundgebühr angehoben wurde.
Diese ist von allen Wassernutzern zu zahlen
und bewirkt eine gerechtere Verteilung der Kosten.

Jedoch sollten die Verbände generell darauf achten,
mit dem Geld der Bürger sorgsam umzugehen.
(erstellt am 28.2.2006)


*



Am 25. Februar 2006 trafen sich
Bürger aus Ost und West, Stadt und Land,
um sich über die zahlreichen Facetten der Wasserprivatisierung auszutauschen.
hier ein Rückblick dazu.

Website Wasser in Bürgerhand (W!B)
W!B ist in westdeutschen Städten entstanden.
Die Problematik in ländlichen Regionen
ist dort noch weitgehend unbekannt.
Aber grundsätzlich haben wir erkannt, dass das 2 Seiten derselben Münze sind..
(erstellt am 10.3.2006)


*



Heute, am 26. März 2006
finden in Baden-Würtemberg Landtagswahlen statt.

Auf besonders eindringliche Weise
hat sich die Initiative "Unser-aller-Wasser"
eingebracht.
Jetzt: Stuttgarter Wasserforum

Da auch bei uns in Mecklenburg-Vorpommern
am 18. September Wahlen sind,
können wir sicher ein paar Ideen aufgreifen.

*


Seit ein paar Tagen ist sie im Netz:
die Website, die als Folge des Treffens im Februar in Berlin
eigentlich eine Broschüre aus Papier sein sollte...
www.abwasser-marsch.de
(07.07.2006)
seit Februar 2012 in eigener Regie Meine Wasser-Seite